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Gedenken1683 mit Sobieski-Büste auf dem Kahlenberg in Wien.
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Wien·12. September 2026·4 Min. Lesezeit

Gedenken1683 — Sobieski auf dem Kahlenberg.

Nach über einem Jahrzehnt des Wartens stand König Jan III. Sobieski wieder dort, wo er hingehört: auf dem Kahlenberg, über der Stadt, die er gerettet hat.

Wo die SPÖ seit Jahren blockiert und die ÖVP folgenlos fordert, haben wir geliefert. Nach über einem Jahrzehnt des Wartens stand König Jan III. Sobieski wieder dort, wo er hingehört: auf dem Kahlenberg, über der Stadt, die er gerettet hat.

Gemeinsam mit unseren Freunden von der Allpolnischen Jugend haben wir ein Zeichen gesetzt, das weit über Wien hinaus wahrgenommen wurde.

Jetzt erst recht!

Die Umstände der Belagerung von 1683 können an anderer Stelle ausführlicher nachgelesen werden. Der Kern bleibt: Wien war das Einfallstor nach Europa. Wäre die Stadt gefallen, wären die osmanischen Heere ungehindert weitergezogen. Deshalb erinnern wir Jahr für Jahr an dieses Datum.

Für heuer stand bei uns rasch fest: Gerade weil gegen uns eine mediale Kampagne läuft, wie wir sie so noch nicht erlebt haben, wollten wir nicht kleiner werden, sondern größer. So entstand der Kontakt zur Allpolnischen Jugend. Unseren polnischen Freunden geht es wie uns: Es ist ein Unrecht, dass man Jan Sobieski seit über zehn Jahren die zugesagte Statue verweigert. Ein Künstler aus ihren Reihen fertigte darum eine Büste des polnischen Königs an, die zum Mittelpunkt unseres Gedenkens werden sollte.

In welcher Zahl dann Aktivisten der Allpolnischen Jugend unserem Ruf nach Wien folgten, hat uns sehr gefreut.

Es war die erste gemeinsame Aktion polnischer Aktivisten mit der IBÖ. Für uns ist das ein großer Schritt.

Der große Tag

Zwei Dinge fehlten erwartungsgemäß nicht: eine erschwerte Anreise durch Blockaden der Antifa und der übliche Auflauf von Fotografen und selbsternannten Journalisten. Wer gegen ein Gedenken protestiert, sagt damit mehr über sich als über uns. Die Passanten auf dem Kahlenberg haben das an diesem Tag deutlich gesehen, ein solches Verhalten sagt mehr als 1000 Worte.

Wir ließen uns nicht beirren. Um 14 Uhr standen wir oben, in Sichtweite der Stadt, und eine große Menschenmenge gedachte in Ruhe und Würde der Verteidiger und Befreier Wiens.

Stimmen aus ganz Europa

Mit besonderem Stolz blicken wir auf die diesjährige Rednerliste. Sie zeigt, dass unsere Forderung nach einem würdigen Gedenken kein Wiener Randthema ist.

Es sprachen Aktivisten aus Polen und Österreich, darunter Christoph Albert aus unseren Reihen, und Martin Sellner, der es wie immer schaffte, zugleich tiefschürfend und mitreißend zu reden. Dazu kamen Gäste, die man auf einem Berg über Wien nicht alle Tage hört: Ján Čarnogurský, der frühere Ministerpräsident der Slowakei, Lorenzo Gasperini von Futuro Nazionale aus Italien und der slowakische Europaabgeordnete Milan Mazurek.

Warum Gedenken1683:

Ich möchte nun noch einmal darauf eingehen, wieso wir das Gedenken1683 Jahr für Jahr ausrichten.

Zum einen ist es uns ganz einfach ein Anliegen unsere Helden und Heiligen gebührend zu ehren. Ohne ihre Aufopferung gäbe es uns wahrscheinlich nicht und ganz sicher gäbe es nicht die Heimat die wir kennen.

Doch das ist nicht alles: Auch wir befinden uns gegenwärtig in einer ernsten Lage. Türken die mit Säbel und Minen angreifen gibt es nicht mehr, dafür Ersetzungsmigration und Entwurzelung. Das ist meistens nicht so blutig, aber es ist ebenso gefährlich und eines ist klar: Soweit wie heute war der Islam noch nie nach Europa vorgedrungen. Viele unserer Landsleute verstehen nicht einmal womit sie es zu tun haben. Wir wollen das ändern und eines ist dafür elementar: Die Schaffung eines Mythos und ein positiver Bezug auf die eigene Geschichte. Die Türkenbelagerung 1683 ist ein wichtiger Baustein in diesem Vorhaben und genau deswegen lassen wir nicht locker.

Der Erfolg gibt uns recht

Dass unsere Aktionen in den sozialen Medien viral gehen, ist gut und wichtig. Wir erreichen ein großes Publikum, ohne auf jene Redaktionen angewiesen zu sein, die uns am liebsten totschweigen würden.

Diesmal kam beides zusammen. Neben dem gewohnten Erfolg im Netz waren wir zu sichtbar, um übergangen zu werden: Die großen Häuser mussten berichten.

Und jetzt?

Eine Büste ist ein Anfang, kein Abschluss. Wir bleiben an dieser Sache, bis das Original dort oben steht, und wir werden im nächsten Jahr wieder auf dem Kahlenberg stehen. Dass das möglich ist, verdanken wir keiner Partei und keinem Ministerium, sondern Ihnen. Jeder Transport, jedes Banner, jede Anreise unserer Gäste wird von unseren Unterstützern getragen.

Wieland Kubitschek, Aktivist in Wien.